Ganz virtuell (II)

Noch einmal etwas zu virtuell. Wie immer und überall versteht auch beim Begriff „virtuell“ jeder etwas anderes. Der Philosoph sagt: Das ist etwas, was der Möglichkeit nach vorhanden ist. Damit meint er, dass der ausgewachsene Frosch schon in der Kaulquappe vorhanden ist. Oder der Physiker, der beschreibt virtuell so: Nicht beobachtbar, aber erschließbar. Wobei er damit meint, dass er zwar das virtuelle Teilchen nicht direkt sehen kann, aber sehr wohl den Schaden, den es anrichtet, wenn man es auf irgendwas schießt. Und fragt man mich, dann antworte ich als schnöder Laie, virtuell sei das in einen elektronischen Kasten eingesperrte Spiegelbild des echten Lebens.

(c) Andreas ErberMit Pilot Parallel Pen in ein Kunst+Papier-Heft gezeichnet.

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