Unter Stroh

Ein bisschen Stroh ist in jedem Kopf, zugegeben auch in meinem. Aber dass sich ausgerechnet das Stroh in den Köpfen von Security-Leuten anreichert, ist fatal. Denn wenn man etwas in unübersichtlichen, sich dynamisch entwickelnden Situationen nicht gebrauchen kann, sind das Robotermenschen, die ihr eingepflanztes Programm abspulen – und zu mehr nicht in der Lage sind. Vor kurzem wollten solche Strohpuppen mich und andere nach einem abgebrochenen Open-Air-Konzert ins prasselnd-böend-blitzende Gewitter schicken. Nicht einmal unter einer schmalen Veranda draußen vor dem Veranstaltungsort mochte man uns Schutz suchen lassen. Bis uns allen der Kragen platzte und die Achtung-Anführungszeichen Sicherheitsleute kleinlaut abzogen.

An einem freundlichen Sonnentag im Detmolder Freilichtmuseum das strohgedeckte Fachwerkhaus aquarelliert. Eine Wächterin hatte mich zuvor von einer aufgelassenen Weide verscheucht ("Die ist für die Tiere da!" - "Welche Tiere?"), dafür kamen später neugierig ein Rudel Gärtner und schauten mir freundlich über die Schulter.
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Ein Gedanke zu „Unter Stroh

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