Mönchisches

Tja, da würde sich das arme Mönchlein wohl im Grabe umdrehen, wenn es wüsste, dass es als ‚Dame‘ tituliert wurde. ‚Wer ist denn die andere Dame da?‘, war die Frage, als ich das Bild einer Freundin mit einer weiteren Zeichnung whatsappte. Aber vielleicht hat die Fragende ja Recht und der abgebildete, längst Verstorbene und annodazumalen dann in Bordeaux in Stein (Marmor zumal) Gehauene wäre vielleicht lieber eine Frau gewesen. Sein kaltes, trauriges Antlitz wird es nicht verraten. Er ist nur mit seiner Äußerlichkeit in Form einer Skulptur unsterblich geworden, sein Inneres aber ist verweht, verloren, vergessen – so dass wir ihm heute andichten dürfen was wir wollen. Auch Frauenkleider…

(c) Andreas ErberMönchisches gezeichnet (wie in der letzten Zeit so häufig) auf dem so billigen und so guten Marpa Jansen Skizzenblock Papier (100 g/qm) mit Koh-i-Noor Hardtmuth „Gioconda“ White Chalk, Red Chalk und Negro, Papiergröße 29,5 x 21 cm, Bildgröße ca. 20 cm x 15 cm

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