Aufgeschnappt

Heute im Radio aufgeschnappt:

Eine Frau, eine Künstlerin in Georgien, sagt: „Die Menschen glauben heutzutage so mechanisch, sie glauben nicht mehr mit dem Verstand…“

Unser Bundesminister, de Maizière geheißen, sagt mit vorwurfsvoller Verwunderung: „Und dann setzen die Flüchtlinge sich in ein Taxi und haben erstaunlicherweise das Geld, sich kreuz und quer durch die Republik fahren zu lassen.“ Eine Frage, Herr de Maizière: „Wo kommt eigentlich Ihr Name her?“ Antwort: de Maizière ist der Name einer preußisch-hugenottischen Familie, die im 17. Jahrhundert aus Frankreich kommend im Kurfürstentum Brandenburg sesshaft wurde. Die Familie war 1685 vor der Hugenottenverfolgung aus Frankreich geflohen.

Im Anlass einer anstehenden Familiensynode der katholischen Kirche sagt der Bischof von München, seines Zeichens dem Zölibat verpflichtet und noch nie verheiratet: „Wir sollten das schöne Bild zweier in der Ehe lebenslang zugetaner Menschen nicht einfach aufgeben.“ Das ist die Farbenlehre eines Blinden, der anderen Menschen das Sehen einer Landschaft vorzuschreiben meint.

(c) Andreas ErberGemalt am Gardasee in ein Moleskine-Heft mit Koh-i-Noor Hardtmuth „Gioconda“ Red Chalk und Negro und Sepia Dark (wobei Sepia Dark so schön geheimnisvoll klingt).

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