Haus am See

Vor zehntausend Jahren fräste ein Gletscher auf seinem Rückzug in den Norden einen See in die oberbayerische Landschaft. Der verlandete langsam, es entstand ein Moor – und alle Häuser am Rande des Moors stehen heute streng genommen an einem See, dem das Wasser ausgegangen ist. Das aber will die kleine Marie, sechs Jahre alt, nicht einsehen. Sie widerspricht: „Hier gab es nie einen See. Das weiß ich ganz genau, schließlich wohnen wir hier schon seit acht Jahren!“

Das Haus am See steht auf Gouache-Farbe, unverdünnt aufgetragen und teilweise mit Kochsalz besprenkelt, und es steht vor einem nass-in-nass gemalten Aquarellhimmel.
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