Streberin!

Als ich in die fünfte Klasse ging, galt eine Brille noch als Unglück. Man fühlte sich sofort zu den Uncoolen sortiert, zu den Strebern, den Mamasöhnchen. Das Stigma hat sich sogar bis in die Kinder- und Jugendliteratur hineingezogen. Im „Kleinen Nick“ von René Goscinny ist „Adalbert“ der einzige, der eine Brille trägt – und er wird so beschrieben: „Adalbert ist Klassenbester und der Liebling von unserer Lehrerin. Wir mögen ihn nicht besonders.“ Tja, diese Schublade gibt es nicht mehr, im Gegenteil: Brille macht den Träger zum Hipster.

(c) Andreas Erber(c) Andreas ErberVorgezeichnet auf Hahnemühle Fineart Ingres Echt-Bütten Pastell-Papier (24 x 31 cm), ausgestaltet mit Schwan Carbothello Pastellstiften.

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