Adel baut auf Ruinen

Es gab einmal Zeiten, man nannte sie Barock und es waren Zeiten der unumschränkten Adelsherrschaft, in denen langweilten sich die Reichen so zu Tode, dass ihnen das Dümmste, das Überflüssigste, das Sinnfreiste erstrebenswert erschien, sofern es nur Kitzel versprach. Kitzel, der sie in all ihrem zusammengerafften Überfluss noch lebendig erscheinen ließ. Heute werden diese an Geld und Zeit übersatt gefressenen Menschen immer noch bewundert. Und ihre Hinterlassenschaften, diese Symbole ihrer prunkhaften Leere, auch. Beispielsweise jene mit als unbewohnbare Ruinen konzipierten Neubauten vollgestellten Lustparks.

(c) Andreas ErberGemalt in Urban Sketcher Manier in kalter Frühlingsluft unter dem akustischen Dach von Vogelstimmen im Nymphenburger Schlosspark mit einem TK-Fine Vario L 0.3/0.35-Druckbleistift von Faber Castell und Schmincke Horadam Aquarellfarben auf grauem Daler-Rowney Pastellpapier (160 g/qm, 23 x 15 cm).

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