Vierte Ephemeride

(c) Andreas Erber
Gelesen in den Gesammelten Werken Fontanes, Briefe an seine Familie Band 2, 1906
In seinen Briefen, in diesem Fall einen an seine Tochter Mete, entlarvt sich einmal mehr der freundliche, aufgeschlossene, gar nicht spießige, sondern zarte Theodor Fontane:

… Die junge Frau, neben der ich am Tische saß, gefiel mir ausnehmend. […] Was mir gefällt, mein Ohr, mein Auge angenehm berührt, das ist hübsch. Einzelne Linien haben eine Art Vorrecht, aber nicht ein ausschließliches Recht. Auch da muß man gegen Monopole ereifern.“ (15.6.1888)

Netter kann man die Appetitlichkeit weiblicher Rundungen, die beim Mann erotischen Speichelfluss auslöst, gar nicht umschreiben. - Und den kümmerlichen Versuch, sich gegen den Reflex aufzulehnen, auch nicht.